Interview Gabriele

Fragen an die Beschäftigte

Name: Gabriele

Arbeitsbereich: Holzarbeiten, Anleitung von Workshops mit Kindern und Erwachsenen etc. …

Wie bist du zu Midria gekommen?

Ein Sozialarbeiter hatden Kontakt zu Midria geknüpft. Zuerst habe ich noch ein Jahr in einer Holzwerkstatt gearbeitet und ein Praktikum bei den Stephanus-Werkstätten in Bad Freienwalde gemacht. Seit Januar 2016 arbeite ich nun hier und bin sehr glücklich darüber.

Was bedeutet es für Dich hier zu arbeiten?

Sehr viel – alles! Es ist umfangreich, vielseitig, erfüllend. Und eine schöne Symbiose in der Zusammenarbeit. Wir verstehen uns gut und es gibt immer die Möglichkeit, sich zu entwickeln und etwas Neues zu kennenzulernen. Mir gefällt der Kontakt mit den Künstlern bei denBildhauertagen. Und auch, bei der Vor- und Nachbereitung während des jährlichen Kunstmarktes aktiv zu sein, ist einmalig.

Welche Aufgaben hast Du? / Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Wir trinken morgens zusammen einen Kaffee und essen gemeinsam Mittag. Das ist die Grundstruktur. Ansonsten ist es jeden Tag anders, auch abhängig von den Jahreszeiten.

Manchmal mache ich Feuerholz, manchmal schneide ich vor allem Holzfiguren aus. Wir machen ja Workshops für Kinder in zum Beispiel Kindergärten, aber auch auf Märkten und auf Kinderfesten. Dafür bereite ich sogenannte Rohlinge vor, die die Kinder dann selbst weiter bearbeiten können. Zum Beispiel Tiere wie den Kolibri, Dinosaurier oder Delphin.

Nach jedem solchen Einsatz räume ich das Auto aus und wieder ein. Ich mache eine Art Inventur: Wie viele Rohlinge sind noch vorhanden? Wie viele muss ich nacharbeiten, um einen Vorrat zu haben? Manchmal habe ich auch eine kreative Idee für eine neue Figur.

Daneben gibt es Workshops mit Erwachsenen und dieses Jahr wieder eine Gruppe von Bundtstift-Schülern – mit Holz arbeiten als ein Unterrichtsfach.

Was machst Du gern auf der Arbeit?

Eigentlich alles. Besonders gern unterstütze ich die Leute in den Workshops als Anleiterin. Das bedeutet, die Gruppen an die für sie meist ganz neuen Werkzeuge heranzuführen. Zum Beispiel auch aufzupassen, dass keiner Schmuck oder eine Uhr trägt, weil das vom Arbeitsschutz her ein Problem darstellen würde.

Aber auch mein eigener Umgang mit den Werkzeugen macht mir Spaß.

Als während der Corona-Krise die Workshops ausfielen, hatten wir Zeit, viele Skulpturen anzufertigen. Das war für mich ein totales Highlight! Wir haben hintereinander weg und so richtig als Team gearbeitet. Mein Job dabei ist es, zu schleifen, ein bisschen zu korrigieren, zu imprägnieren und mit Lasur zu verschönern.

Und weniger oder nicht gern?

Neben meinem Chef im Auto sitzen. Ich habe immer etwas Respekt davor, mit anderen mitzufahren.

Aber inzwischen fang ich mit seiner Hilfe an, wieder selber zu fahren.

Welche beruflichen Wünsche hast Du für die Zukunft?

Dass es hier so lange wie möglich weitergeht. Und ich weiter in einem so schönen Ambiente arbeiten kann.

Welche Rolle spielt/e Midria in Deinem beruflichen Leben?

Midria spielt eine große Rolle für mich. Zum Beispiel als Ergänzung im Freizeitbereich: Dass ich Gitarre spielen und die Bildungsreisen mitmachen kann.

Das ganze Team ist toll und sehr aktiv. Man hat immer einen Ansprechpartner, egal, worum es geht. Wie eine richtige Heimat: Man fühlt sich aufgehoben und wenn man ein Problem hat, genügt ein Anruf oder ein persönliches Gespräch.

Sie haben mir auch bei meinen Umzug nach Strausberg geholfen – eine knifflige Situation.

Midria hat auch meinen Kettensägen-Schein finanziert. Und sorgt dafür, dass ich mich regelmäßig neu mit Arbeitssachen einkleiden kann. Da wir in den Workshops viel Kundenkontakt haben, ist ein entsprechendes Auftreten für uns ja besonders wichtig.

Für mich ist der Verein eine Bereicherung fürs Gemeinwohl!

Außerhalb der Arbeit, an welchen begleitenden Angeboten von Midria nimmst Du teil?

Außer in diesem Jahr, habe ich alle Bildungsreisen mitgemacht. Ich finde sie sehr gut organisiert und bereichernd. Außerdem gehe ich einmal pro Woche zum Gitarrenunterricht und fahre zum Frauenfußball nach Berlin.

Hast Du offene Wünsche an Midria?

Nein, da mich meine Arbeit – und auch die Freizeit- und Hilfsangebote – so ausfüllen!